*werner stangl: Probleme bei der Berufs- und Ausbildungswahl *

Erziehung und Unterricht 1984, 134 , 340-349.

Ergebnisse einer empirischen Untersuchung bei Hauptschülern und Schülern des Polytechnischen Lehrgangs

1. Vorbemerkung

2. Stichprobe und Untersuchungsmaterial

3. Die Entwicklung der Problembelastung im Längsschnitt

4. Die Entwicklung der Problembelastung während des Polytechnischen Lehrganges

5. Die individuelle Veränderung der Problemlage während des Polytechnischen Lehrganges

6. Zusammenfassung und Ausblick

Literatur

 

Der vorliegende Beitrag untersucht den Verlauf der Problembelastung bei jugendlichen Berufswählern, das heißt bei 14- und 15jährigen, die vor der ersten Berufsentscheidung stehen. Dabei werden in einem Längs-/Querschnittsvergleich die Veränderungen der subjektiven Einschätzung von Problembereichen vom Beginn der vierten Klasse Hauptschule bis zum Ende des Polytechnischen Lehrgangs untersucht. Anhand der Veränderung der subjektiven Bedeutsamkeit einzelner Problembereiche kann gezeigt werden, welche Bedürfnisse nach Unterstützung bei den Jugendlichen vorhanden sind und in welchem Ausmaß diese Unterstützung während der vierten Klasse Hauptschule und des Polytechnischen Lehrgangs erfolgt bzw. erfolgen sollte. Es kann hier natürlich nichts über die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen ausgesagt werden, da sich die schulische Ausbildung, die Berufs- und Bildungsberatung und andere institutionalisierte und informelle Einflußfaktoren wechselseitig beeinflussen. Der vorliegende Beitrag kann aber einige Hinweise dafür liefern, in welchen Problembereichen zusätzliche Hilfestellungen möglich und angebracht sind.

1. Vorbemerkung

Die Lehrplanentwicklung im Bereich der Sekundarstufe I soll künftig stärker als bisher 91 an Fragen der Berufs- und Arbeitswelt orientiert werden (vgl. LEITNER 1983, S. 34). Damit soll der Übergang in den Polytechnischen Lehrgang erleichtert bzw. vorbereitet werden, der nach der 6. Novelle vom 30. 3. 1980 des SchOG (§ 28, Abs. 1) die Aufgabe hat ",die allgemeine Grundbildung im Hinblick auf das praktische Leben und die künftige Berufswelt zu festigen, sowie durch eine entsprechende Berufsorientierung auf die Berufsentscheidung vorzubereiten".

Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, daß die Berufswahl kein punktueller bzw. auf einen bestimmten abgegrenzten Zeitraum beschränkter Vorgang ist, sondern als Entwicklungsaufgabe im Lebensrahmen zu sehen ist, die mit den kindlichen Berufswünschen beginnt und mit der Entscheidung für einen bestimmten Beruf eine erste sichtbare Realisation erfährt. Aber auch dann kann sie noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden, sondern sie durchläuft im Rahmen einer Laufbahnentwicklung mit Berufs- und Arbeitsplatzwechsel, Aufstieg und Abstieg in beruflichen Positionen weitere Stadien.

Vor allem die erste berufliche Entscheidung wird von der institutionalisierten Ausbildung mitgetragen. Die schulischen Maßnahmen haben darüber hinaus auf die weitere Laufbahnentwicklung entscheidenden Einfluß, indem vor allem subjektive Komponenten wie Einstellung zur Berufs- und Arbeitswelt, Problem vom Beginn der achten Schulstufe bis zum Ende des Polytechnischen Lehrgangs zu verfolgen. Die referierten Ergebnisse stammen aus einer umfangreichen Untersuchung zur Evaluation der Maßnahmen der Berufswahlvorbereitung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Soziale Verwaltung durchgeführt worden ist (SEIFERT et al.1982)1.

2. Stichprobe und Untersuchungsmaterial

Die empirischen Daten wurden an Stichproben in Linz und Wien als kombinierte Längs-/ Querschnittsuntersuchung jeweils am Beginn und am Ende des Schuljahres 1980/81 erhoben. Die hier referierten Daten stammen von einer für diese spezielle Fragestellung ausgewählten Teilstichprobe der Gesamtstichprobe von 24 Schulklassen der oben genannten Untersuchung. Sie umfaßt zwei Hauptgruppen:

216 Schüler des Polytechnischen Lehrganges und 90 Schüler der vierten Klasse Hauptschule. Die Reduktion der Gesamtstichprobe betraf vor allem die Hauptschüler, denn aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Polytechnikern konnten nur solche Hauptschüler herangezogen werden, die tatsächlich im darauffolgenden Schuljahr einen Polytechnischen Lehrgang besuchen wollen. Ausgeschieden wurden vor allem Repetenten, die bereits mit dem vierten Hauptschuljahr ihre Schulpflicht erfüllen und Schüler, die in eine weiterführende allgemeinbildende oder berufsbildende Schule übertreten2.

Generell wurden nur solche Schüler in die Stichprobe aufgenommen, die an beiden Untersuchungen (September/Oktober 1980 und Juni 1981) teilgenommen haben. Die Probleme bei der Ausbildungs- und Berufswahl wurden mit Hilfe von 20 Statements erfaßt, von denen 12 im Anschluß an eine Fragenliste von BERTSCH (1979, S. 272) formuliert wurden. Hinzu kamen vier Statements aus dem Fragebogen von SATERDAG/JÄGER (1977), die übrigen vier Items wurden aufgrund von spontanen Angaben von Schülern in einer Voruntersuchung hinzugefügt.

Mit dieser Liste von Einzelproblemen sollte darüber Aufschluß erhalten werden, wie sich die Ausprägung individueller und gruppenspezifischer Problembereiche im Verlauf der vierten Klasse und des Polytechnischen Lehrgangs verändert.

Die Aufgabe der befragten Schüler bestand darin, bei jedem der genannten Probleme anzugeben, inwieweit es für den einzelnen Schüler eine Belastung darstellt. Drei Abstufungen waren dabei vorgegeben: trifft sehr zu - trifft teilweise zu - trifft nicht zu.

3. Die Entwicklung der Problembelastung im Längsschnitt

Die in der Graphik 1 und zahlenmäßig in der Tabelle 1 dargestellten Meßergebnisse zu den vier Erhebungszeitpunkten zeigen, daß die Problembelastung vom Beginn der vierten Klasse (durchschnittlich 50%) bis zum Ende des Polytechnischen Lehrgangs (durchschnittlich 17%) abnimmt, wobei die Verringerung während der vierten Klasse mit 10% erheblich geringer ist als während des Polytechnischen Lehrgangs (17%).

Greift man die zu jedem der Erhebungszeitpunkte zentralen Problembereiche heraus, dann läßt sich eine relative strukturelle Veränderung in der Problembelastung erkennen. Zu beiden Meßzeitpunkten in der vierten Klasse steht das Problem des Nichtwissens über Ausbildungsmöglichkeiten und das Bedürfnis nach Beratung bei der Berufs- und Ausbildungswahl an der Spitze, während am Ende des Polytechnischen Lehrgangs das spezielle Nichtwissen über die Anforderungen in den verschiedenen Berufen als größtes Problem gesehen wird. Pointiert formuliert könnte man sagen, daß einer allgemeinen Ratlosigkeit der Berufs- und Arbeitswelt gegenüber eine eher spezifische Ratlosigkeit für einen engeren Ausschnitt aus der Berufs- und Arbeitswelt gefolgt ist. Diese spezifische Ratlosigkeit ist in ihrem Ausmaß mit 33% zwar geringer als die ursprüngliche, doch bedenkt man den Untersuchungszeitpunkt (Ende des Polytechnischen Lehrganges), so muß es bedenklich erscheinen, daß immerhin ein Drittel der Polytechniker unmittelbar vor der ersten Berufsentscheidung nicht weiß, was in den einzelnen Berufen verlangt wird. Betrachtet man die relativen Positionen der einzelnen Probleme, so fällt auf, daß Probleme mit den Eltern zu keinem Zeitpunkt als bedeutungsvoll erlebt werden, auch wenn aus anderen Ergebnissen der Untersuchung doch ein relativ massiver Einfluß des Elternhauses auf die Berufswahlentscheidung angenommen werden kann (vgl. SEIFERT et. al., S. 276) - von den in Frage kommenden Informationsquellen für die Berufswahl werden die Eltern am höchsten eingeschätzt: 30% der Hauptschüler und 28% der Polytechniker geben an, daß die Eltern zu einem bestimmten Beruf geraten haben. Vorsichtig interpretiert läßt sich der Schluß ziehen, daß in der subjektiven Wahrnehmung die Reibungsflächen mit den Eltern eher gering eingeschätzt werden und das für Jugendliche in diesem Alter ausgeprägte Autonomiebedürfnis von den Eltern weitgehend akzeptiert wird, sodaß offene Konflikte eher vermieden werden. Inwieweit die subjektiven Angaben der Schüler einem Wunschdenken entsprechen, kann hier natürlich nicht entschieden werden. Eine individuelle Betrachtungsweise dieses Problems (siehe unten) wird diesem relativen Stellenwert einen weiteren Aspekt hinzufügen.

4. Die Entwicklung der Problembelastung während des Polytechnischen Lehrganges

Zur Beurteilung der Effizienz der Berufsaufklärung während des Polytechnischen Lehrganges können vor allem zwei Befunde herangezogen werden:

Einerseits die schon erwähnte Abnahme der durchschnittlichen Problembelastung um 17%, andererseits eine differenzierte Betrachtung, in welchen Problembereichen während des Polytechnischen Lehrgangs die größte Abnahme zu verzeichnen ist.

Zwar gelingt es während des Polytechnischen Lehrgangs, die Angst, keine Lehrstelle zu bekommen, deutlich zu reduzieren, doch dürfte dies vor allem darauf zurückzuführen sein, daß 82% der befragten Polytechniker bereits eine Zusage für einen Arbeitsplatz haben (SEIFERT et. al., S. 106). Auch das spezifische Wissen über Berufe, die für den einzelnen in Frage kommen, ist höher als am Beginn des Polytechnischen Lehrgangs.

Insgesamt kann aus den Ergebnissen herausgelesen werden, daß die Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt sowohl generell als auch spezifisch zu einer Abnahme der Problembelastung führt, daß es aber mit dem vermittelten Überblick über die Berufs- und Arbeitswelt zu einer Verschiebung der Problembelastung zu eher individuellen und spezifischen Fragen kommt. Die am Beginn des Polytechnischen Lehrgangs eintretende Sensibilisieren für einzelne Problembereiche (geringe Zunahme der subjektiven Problembelastung gegenüber dem Ende der vierten Klasse) berücksichtigt vor allem die eher kognitiven und rationalen Aspekte der Berufswahl, weniger die personalen und individuellen Bereiche. Dieser globale Vergleich der einzelnen Teilstichproben im Entwicklungsverlauf erlaubt aber nur einen ersten groben Hinweis auf die in diesem Zeitraum gelösten Probleme.

5. Die individuelle Veränderung der Problemlage während des Polytechnischen Lehrganges

Wesentlich aufschlußreicher ist es, die individuelle Entwicklung in den einzelnen Problembereichen zu verfolgen, das heißt, zu überprüfen, zu welchen Veränderungen und Verschiebungen der Problembelastung es beim einzelnen Schüler kommt. Zu diesem Zweck wird von jenem Prozentsatz der Schüler ausgegangen, die am Beginn des Unterrichtsjahres angaben, Probleme zu haben. Dieser relative Vergleich erlaubt es, die Abnahme, das Gleichbleiben bzw. die Erhöhung der Problembelastung zu untersuchen. Die Aufgabe der individuellen Förderung problembelasteter Schüler durch berufswahlvorbereitende Maßnahmen sollte ein Anliegen aller beteiligter Institutionen sein. Damit soll aber nicht gesagt sein, daß Schüler mit einer sehr geringen bzw. keiner Belastung am Jahresanfang weniger beachtet werden sollen3.

Aus den erhobenen Daten geht hervor, daß 15% der Schüler der vierten Klasse mit Problemen am Ende des Schuljahres am Beginn des Jahres noch subjektiv unbelastet waren, während sich am Ende des Polytechnischen Lehrgangs 10% der belasteten Schüler aus jenen rekrutieren, die am Beginn des Schuljahres keine Probleme hatten. Diese Verschlechterung während des Polytechnischen Lehrgangs ist im Durchschnitt zwar geringer als während der vierten Klasse, sollte aber ein Hinweis darauf sein, daß der individuellen Förderung und Hilfestellung mehr Augenmerk zu schenken ist.

Besonders hoch ist die Verschlechterung im Bereich des Überblicks über die vielen Berufsmöglichkeiten (13%) und der eventuell in Frage kommenden schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten (11%). Positiv interpretiert kann man auch eine gewisse Verunsicherung bei einzelnen Schülern annehmen, die am Beginn des Schuljahres geglaubt haben, genügend Informationen über die Berufs- und Arbeitswelt zu besitzen und nun am Ende des Jahres aufgrund der während des letzten Schuljahres erhaltenen Informationen wieder unsicher geworden sind, was ihr Wissen über ihre beruflichen Möglichkeiten anlangt.

Noch deutlicher wird das oben erwähnte Problem, wenn man die Veränderungen am Prozentsatz der ursprünglich Problembelasteten relativiert. Die Ergebnisse dieser Analyse sind in der Grafik 2 dargestellt:

Keinerlei Hilfestellung erfährt der Schüler bei der Bewältigung eventueller Konflikte mit dem Elternhaus. Auch das Problem der generellen Entscheidung, ob nach dem Polytechnischen Lehrgang ein Beruf ergriffen werden soll oder ob nicht doch eine weiterführende Schule angestrebt werden sollte, wird individuell nur in geringem Ausmaß gelöst. Vermutlich führt die Ausrichtung des Polytechnischen Lehrgangs auf einen sofortigen Berufseintritt (Lehrausbildung) nach der Pflichtschulzeit zu einer Vernachlässigung der Aufklärung über den weiterführenden Schulbereich4.

Es wäre daher zu fordern, daß neben der Berufsberatung auch verstärkt die Bildungsberatung forciert wird, zumal in Krisenzeiten die Qualifikation durch berufliche Fachschulen zu einer Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt führen kann.

Ein gutes Ergebnis kann hingegen in den Bereichen der Hilfe bei Bewerbungen und bei der Belastung durch Arbeitsplatzsuche gezeigt werden. Hier kommt es auch individuell zu den wenigsten Verschlechterungen der Problemlage.

6. Zusammenfassung und Ausblick

Die Berücksichtigung der subjektiven Problemlage der Jugendlichen bei institutionellen berufswahlvorbereitenden Maßnahmen kann insgesamt zu einer Verbesserung der Berufswahlreife der Betroffenen führen. Die Erfahrungen bei der ersten Realisierung von Berufswünschen ist von entscheidender Bedeutung für die künftige Laufbahnentwicklung jedes einzelnen. Ungelöste Probleme können dazu führen, daß einerseits eine nicht adäquate Berufsentscheidung getroffen wird, die in der Folge zu Schwierigkeiten bei der Eingliederung in den Berufsprozeß führen kann, andererseits wird eine Unzufriedenheit mit den beteiligten Institutionen (Schule, Berufsberatung, Bildungsberatung) erzeugt, die zu einer künftigen Ablehnung von unterstützenden Maßnahmen führen kann. Das in den letzten Jahren aufgebaute und verbesserte Image des Polytechnischen Lehrgangs und der Berufsberatung könnte dadurch einen Rückschlag erleiden.

Folgende Maßnahmen könnten zu einer Lösung der gezeigten Probleme führen:

1. Eine frühzeitige Erfassung der allgemeinen Problemlage (z. B. am Beginn des Schuljahres) kann dem Lehrer ermöglichen, bei der Gestaltung des Unterrichts auf bestehende Bedürfnisse der Schüler besser einzugehen (Vorgabe einer Checkliste mit Problemen bei der Berufswahl).

2. Neben der allgemeinen Information über die Berufs- und Arbeitswelt sollte mehr auf spezifische Probleme einzelner Schüler eingegangen werden.

3. Im Polytechnischen Lehrgang sollte die Beratung hinsichtlich weiterführender Schulen verstärkt werden, da ein nicht unerheblicher Prozentsatz den Besuch von weiterführenden Schulen (insbesondere Fachschulen) anstrebt bzw. in Erwägung zieht. Die Bildungsberatung sollte neben der Berufsberatung nicht vernachlässigt werden.

4. Die frühzeitige Fixierung einzelner auf einen bestimmten Beruf (hohes Ausmaß an Lehrstellenzusagen schon am Beginn des Polytechnischen Lehrgangs) sollte zu einer Vertiefung der Informationen über diesen Beruf genützt werden. Die Motivation der "Lehrstellenbesitzer" zur Teilnahme am Unterricht müßte seitens der Lehrer verbessert werden.

5. Die Beachtung der individuellen Problemlage einzelner Schüler müßte zu einer individuelleren Gestaltung des Unterrichts und der Beratung führen, die dem Schüler das Gefühl gibt, mit seinen Problemen nicht allein zu sein. Das Bedürfnis nach Hilfe und Beratung ist am Beginn des Schuljahres stark ausgeprägt.

6. Förderung eines positiven Klassenklimas, das dem einzelnen Schüler erlaubt, über persönliche Probleme zu sprechen, ohne dabei befürchten zu müssen, sich vor den Mitschülern bloßzustellen. Gerade dieser Punkt ist die wichtigste Voraussetzung dafür, daß Hilfen angeboten und auch angenommen werden können.

7. Einbezug des Elternhauses und der aus der Auseinandersetzung des Jugendlichen mit elterlichen Berufsvorstellungen sich ergebenden Konflikte - tradierte Einstellungen zur Berufs- und Arbeitswelt müssen nicht unbedingt den heutigen Anforderungen entsprechen.

8. Förderung von Fähigkeiten der Schüler, Problemlösungsstrategien zu entwickeln, die für eine künftige Bewährung in der Berufs- und Arbeitswelt Vorsorge treffen. Hierzu gehören auch all jene Maßnahmen, die der Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen dienen können.

Um diese Forderungen zu verwirklichen, sollten zeitgemäße Unterrichtsformen wie Rollenspiele, Arbeitsgruppen, Partnerarbeit in zunehmendem Ausmaß forciert werden, da neben beruflichem Wissen auch soziale Fertigkeiten bei der zukünftigen Bewährung des Jugendlichen in der Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung sind.

Literatur

L. BERTSCH: Die Rolle des Berufsberaters. Zürich: Schweizer Verband für Berufsberatung 1 979.

L. LEITNER: Übergang von der Pflichtschule in die Arbeitswelt: Innovationen in Österreich. Papier für die Internationale Konferenz "Transition from Compulsory Education to Active Life" in Salzburg vom 25. bis 29. April 1983. Wien 1983

H. SATERDAG - U. JÄGER: Modellversuch "Orientierung in Berufsfeldern". In: Lehren und Lernen, Heft 5/1977

K. H. SEIFERT-CH. BERGMANN-F. EDER- W. STANGL: Evaluation der Maßnahmen der Berufswahlvorbereitung und die Entwicklung der Berufswahlreife bei Pflichtschülern. Abschlußbericht über ein Forschungsprojekt. Linz 1982

BUNDESGESETZBLATT 142/1981: 6. Novelle zum SchOG

Anmerkungen

1 Eine eingehende Darstellung der Zielsetzungen und Methoden des Projekts wird an anderer Stelle veröffentlicht werden

2 Diese Teilstichprobe ermöglicht es, den Entwicklungsverlauf der Problembelastung vom Beginn der 4. Klasse bis zum Ende des Polytechnischen Lehrgangs zu verfolgen und direkte Vergleiche an vier Erhebungszeitpunkten durchzuführen. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die vorgenommenen Längsschnittvergleiche nicht von eventuellen Stichprobenfehlern belastet sind (z. B. durch unterschiedliches intellektuelles Niveau)

3 Wie weiter unten gezeigt wird, treten bei ursprünglich wenig Belasteten gegen Ende des Polytechnischen Lehrgangs neue Probleme auf.

4 Gestützt wird diese Vermutung auch durch das hohe Ausmaß der im Vergleich zu anderen Bereichen starken Zustimmungen bei den betreffen" den Items (siehe Grafik 1, Item 11, 6, 15, 17, 9).

 

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